
Via Lemovicensis
Vézelay-Weg · Von Burgund bis zu den Pyrenäen
Von der Basilika Sainte-Madeleine in Vézelay über die historischen Wege des Berry und Limousin bis nach Saint-Jean-Pied-de-Port. Zwei Varianten über Nevers und Bourges, eindrucksvolle Sakralarchitektur und jahrhundertealte Pilgertradition.
Von Vézelay bis an den Fuß der Pyrenäen
Die Via Lemovicensis, auch Vézelay-Weg genannt, gehört zu den historischen französischen Jakobswegverbindungen. Ausgehend von der Basilika Sainte-Marie-Madeleine in Vézelay folgt sie alten Pilgerlandschaften über das Berry und das Limousin in den französischen Südwesten.
Zu ihren kulturellen Höhepunkten gehören Kirchen, Klöster, Wegekreuze, historische Städte und die Landschaften entlang von Loire, Creuse, Vienne und den Flusstälern Aquitaniens. Der Weg besitzt nördlich zwei Varianten: eine über Nevers und eine über Bourges.
Die Fotoauswahl stammt von Torsten Kohls und zeigt eindrucksvoll die Vielfalt der von ihm begangenen Wegstrecke bis Limoges. Nicht jeder einzelne Aufnahmeort ist überliefert – deshalb beschreiben die Bildunterschriften nur erkennbare Motive und nachweisbare Orte.


Basiliken, Kirchen und jahrhundertealte Grabdenkmäler prägen die geschichtliche Identität des Weges.
Waldwege, Feldraine, Flussläufe und kleine Orte zeigen das Leben zwischen den bekannten Kulturstätten.
Neue Bauwerks- und Kunstdokumentationen erweitern diesen Wegführer fortlaufend.
Der Weg auf der interaktiven Karte
Die bereits bestehende uMap-Karte begleitet die Via Lemovicensis. Sie ersetzt nicht die aktuelle Beschilderung; bei Varianten und örtlichen Umleitungen empfiehlt sich der Abgleich mit dem tatsächlichen Weg.
Etappen und Streckenvarianten
Die Tagesetappen sind nach dem bisherigen Vorschlag aufgeteilt. Die Varianten teilen sich die ersten vier Etappen und verbinden sich im hier dokumentierten Vorschlag wieder bei La Châtre. Anschließend führt die gemeinsame Strecke über Limoges nach Saint-Jean-Pied-de-Port.
Vézelay – Prémery
Von der Basilika Sainte-Madeleine über Corbigny bis Prémery.
Vézelay ist der Ausgangspunkt: Die Basilika Sainte-Marie-Madeleine und ihr romanischer Skulpturenschmuck gehören zu den großen kulturellen Erlebnissen dieser Verbindung. Von dort verläuft der Weg durch die Hügellandschaften des Burgunds in Richtung Corbigny und Prémery.




Die ersten vier Tagesetappen (4 Etappen)
Vézelay – Asnois
ca. 21 kmAufbruch an der Basilika in Vézelay und Wanderung durch die burgundische Landschaft.
Asnois – Corbigny
ca. 14,6 kmHistorischer Ort mit der Abtei Saint-Léonard und Pilgertradition.
Corbigny – Marigny-sur-Yonne
ca. 16 kmDie Flusslandschaft der Yonne begleitet diesen Teil des Weges.
Marigny-sur-Yonne – Prémery
ca. 26 kmDurch kleinere Dörfer und die ländliche Kulturlandschaft im Norden Burgunds.
Die südliche Variante über Nevers
Der Pilgerweg berührt die Loire und den Raum Nevers, bevor es in Richtung La Châtre geht.
Von Prémery führt die südliche Variante über Lurcy-le-Bourg, Nevers und Sancoins. Über Dun-sur-Auron, Saint-Amand-Montrond und Le Châtelet erreicht der dokumentierte Etappenvorschlag schließlich La Châtre. Neben der Geschichte der Stadt Nevers begleiten Feld- und Waldwege diesen Abschnitt.




Variante über Nevers – 10 weitere Etappen (10 Etappen)
Prémery – Lurcy-le-Bourg
ca. 19 kmLändliche und historische Wegabschnitte verbinden die beiden Tagesziele.
Lurcy-le-Bourg – Nevers
ca. 27 kmIn Nevers erinnern Kathedrale und Klostergeschichte an die religiöse Vergangenheit der Stadt.
Nevers – Germigny-sur-Loire
ca. 16 kmDie Loirelandschaft tritt stärker in den Vordergrund.
Germigny-sur-Loire – Saint-Pierre-le-Moûtier
ca. 24 kmLändliche und historische Wegabschnitte verbinden die beiden Tagesziele.
Saint-Pierre-le-Moûtier – Lurcy-Lévis
ca. 26 kmLändliche und historische Wegabschnitte verbinden die beiden Tagesziele.
Lurcy-Lévis – Sancoins
ca. 22 kmLändliche Wege durch den Berry, zwischen historischen Kreuzen und Dörfern.
Sancoins – Dun-sur-Auron
ca. 23 kmWege durch den Berry in Richtung der historischen Kleinstadt.
Dun-sur-Auron – Saint-Amand-Montrond
ca. 24 kmWegziel im Raum der Zisterzienserabtei Noirlac.
Saint-Amand-Montrond – Le Châtelet
ca. 19 kmLändliche und historische Wegabschnitte verbinden die beiden Tagesziele.
Le Châtelet – La Châtre
ca. 21 kmÜbergang zur hier beschriebenen gemeinsamen Fortsetzung der Varianten.
Die nördliche Variante über Bourges
Eine alternative Verbindung über die gotische Kathedrale von Bourges.
Die Variante führt über Sancergues und Bourges in den Berry. Die Kathedrale Saint-Étienne und historische Altstadtgassen machen Bourges zu einem wichtigen Kulturort auf dieser Alternative. Über Dun-sur-Auron, Saint-Amand-Montrond und Le Châtelet geht es weiter bis La Châtre.




Variante über Bourges – sechs weitere Etappen (6 Etappen)
Prémery – Sancergues
ca. 27 kmLändliche und historische Wegabschnitte verbinden die beiden Tagesziele.
Sancergues – Bourges
ca. 29 kmAnkunft in der bedeutenden Kathedralstadt Bourges.
Bourges – Dun-sur-Auron
ca. 24 kmWege durch den Berry in Richtung der historischen Kleinstadt.
Dun-sur-Auron – Saint-Amand-Montrond
ca. 24 kmWegziel im Raum der Zisterzienserabtei Noirlac.
Saint-Amand-Montrond – Le Châtelet
ca. 19 kmLändliche und historische Wegabschnitte verbinden die beiden Tagesziele.
Le Châtelet – La Châtre
ca. 21 kmÜbergang zur hier beschriebenen gemeinsamen Fortsetzung der Varianten.
La Châtre – Gargilesse
Die Varianten sind wieder vereint; es geht nach Neuvy-Saint-Sépulchre und Gargilesse.
Nach La Châtre führen die Tagesetappen zur ungewöhnlichen Rundkirche von Neuvy-Saint-Sépulchre und weiter nach Gargilesse. Historische Dorfkirchen und die Landschaft des Berry geben diesem Abschnitt einen besonderen kulturellen Charakter.




La Châtre bis Gargilesse (2 Etappen)
La Châtre – Neuvy-Saint-Sépulchre
ca. 18 kmDie romanische Rundkirche gehört zu den markanten Sakralbauten am Weg.
Neuvy-Saint-Sépulchre – Gargilesse
ca. 21 kmHistorische Kirche und Grabdenkmäler im alten Ortskern.
Gargilesse – Limoges
Flusstäler, geschichtsträchtige Städte und die Ankunft in Limoges.
Über Crozant, La Souterraine und Bénévent-l’Abbaye führt der Weg nach Saint-Léonard-de-Noblat und schließlich Limoges. Das Grabdenkmal des Guillaume de Naillac in Gargilesse ist auf einer der Fotografien anhand seiner Inschrift sicher zu erkennen.





Von Gargilesse bis Limoges (6 Etappen)
Gargilesse – Crozant
ca. 22 kmWege durch die Landschaft der Creuse mit Blick auf den historischen Burgraum.
Crozant – La Souterraine
ca. 24 kmMittelalterliche Bauwerke und die alte Pilgertradition prägen den Ort.
La Souterraine – Bénévent-l’Abbaye
ca. 21 kmBekannt für die Abteikirche Saint-Barthélémy.
Bénévent-l’Abbaye – Marsac
ca. 23 kmLändliche und historische Wegabschnitte verbinden die beiden Tagesziele.
Marsac – Saint-Léonard-de-Noblat
ca. 24 kmDas bedeutende Heiligtum des heiligen Léonard liegt am Weg.
Saint-Léonard-de-Noblat – Limoges
ca. 22 kmDie Kathedrale Saint-Étienne und die Stadtgeschichte markieren einen wichtigen Knotenpunkt.
Ab Limoges setzt sich die Reise durch das Périgord und den französischen Südwesten bis zum Fuß der Pyrenäen fort. Fotografische Rückblicke auf die bereits begangenen Etappen begleiten auch die südlichen Wegabschnitte.
Limoges – Périgueux
Vom Limousin weiter ins Périgord.
Von Limoges verläuft die Wegverbindung über Flavignac, La Coquille und Thiviers nach Périgueux. Die Kathedrale Saint-Front und die Stadtgeschichte des Périgord gehören zu den großen kulturellen Höhepunkten.
Fotografische Wegimpressionen von Torsten Kohls aus dem Abschnitt bis Limoges – als Rückblick auf den bereits dokumentierten Teil der Via Lemovicensis.



Limoges bis Périgueux (5 Etappen)
Limoges – Flavignac
ca. 24 kmLändliche und historische Wegabschnitte verbinden die beiden Tagesziele.
Flavignac – La Coquille
ca. 26 kmLändliche und historische Wegabschnitte verbinden die beiden Tagesziele.
La Coquille – Thiviers
ca. 18 kmLändliche und historische Wegabschnitte verbinden die beiden Tagesziele.
Thiviers – Sorges
ca. 20 kmLändliche und historische Wegabschnitte verbinden die beiden Tagesziele.
Sorges – Périgueux
ca. 26 kmKathedrale Saint-Front und historische Altstadt.
Périgueux – La Réole
Historische Orte an Isle, Dordogne und Garonne.
Der Weg führt über Saint-Astier und Mussidan nach Sainte-Foy-la-Grande, Saint-Ferme und La Réole. Mittelalterliche Ortskerne, Sakralbauten und Flusslandschaften prägen den weiteren Verlauf.
Fotografische Wegimpressionen von Torsten Kohls aus dem Abschnitt bis Limoges – als Rückblick auf den bereits dokumentierten Teil der Via Lemovicensis.



Périgueux bis La Réole (5 Etappen)
Périgueux – Saint-Astier
ca. 24 kmLändliche und historische Wegabschnitte verbinden die beiden Tagesziele.
Saint-Astier – Mussidan
ca. 22 kmLändliche und historische Wegabschnitte verbinden die beiden Tagesziele.
Mussidan – Sainte-Foy-la-Grande
ca. 25 kmMittelalterliche Bastide an der Dordogne.
Sainte-Foy-la-Grande – Saint-Ferme
ca. 21 kmLändliche und historische Wegabschnitte verbinden die beiden Tagesziele.
Saint-Ferme – La Réole
ca. 20 kmAltstadt und historische Abteitradition an der Garonne.
La Réole – Ostabat
Von den Wäldern der Landes in Richtung der baskischen Vorberge.
Über Bazas, Mont-de-Marsan, Saint-Sever, Hagetmau und Orthez erreicht der Weg Navarrenx und Ostabat. Abteigeschichte, Festungsanlagen und Pilgertradition bleiben auch im Süden präsent.
Fotografische Wegimpressionen von Torsten Kohls aus dem Abschnitt bis Limoges – als Rückblick auf den bereits dokumentierten Teil der Via Lemovicensis.



La Réole bis Ostabat (10 Etappen)
La Réole – Bazas
ca. 31 kmGotische Kathedrale Saint-Jean-Baptiste.
Bazas – Captieux
ca. 19 kmLändliche und historische Wegabschnitte verbinden die beiden Tagesziele.
Captieux – Roquefort
ca. 23 kmLändliche und historische Wegabschnitte verbinden die beiden Tagesziele.
Roquefort – Mont-de-Marsan
ca. 28 kmDie Stadt ist ein historischer Knotenpunkt in der Gascogne.
Mont-de-Marsan – Saint-Sever
ca. 17 kmRomanische Abteikirche und Pilgertradition.
Saint-Sever – Hagetmau
ca. 18 kmLändliche und historische Wegabschnitte verbinden die beiden Tagesziele.
Hagetmau – Orthez
ca. 27 kmHistorische Brücke und Altstadt am Gave de Pau.
Orthez – Navarrenx
ca. 24 kmHistorische befestigte Stadt am Weg.
Navarrenx – Aroue
ca. 19 kmLändliche und historische Wegabschnitte verbinden die beiden Tagesziele.
Aroue – Ostabat
ca. 19 kmEin historischer Treffpunkt verschiedener französischer Pilgerwege.
Ostabat – Saint-Jean-Pied-de-Port
Am Ende dieser französischen Wegdokumentation treffen wichtige Jakobswegverbindungen zusammen.
Der Abschnitt von Ostabat nach Saint-Jean-Pied-de-Port verbindet die Via Lemovicensis mit dem weiteren Pilgernetz auf dem Weg nach Santiago de Compostela. Hier beginnt der Übergang zum Camino Francés.
Fotografische Wegimpressionen von Torsten Kohls aus dem Abschnitt bis Limoges – als Rückblick auf den bereits dokumentierten Teil der Via Lemovicensis.


Letzte Etappe nach Saint-Jean-Pied-de-Port (1 Etappen)
Ostabat – Saint-Jean-Pied-de-Port
ca. 22 kmAnschluss an die Jakobswege nach Spanien und den Camino Francés.
Sakrale Kunst, Pilgertradition und kulturelle Höhepunkte
Ob in der Basilika von Vézelay, an einem Wegkreuz, in einer stillen Dorfkirche oder am Ufer der Creuse: Die Via Lemovicensis verbindet Landschaft und Geschichte. Die Fotografien von Torsten Kohls lassen diese Vielfalt sichtbar werden, ohne dass wir ungesicherte Gebäude- oder Ortsnamen einsetzen müssen.
Romanische Kunst und der historische Ausgangspunkt einer der großen französischen Pilgerverbindungen.
Zwei unterschiedliche Varianten mit eigenen kirchlichen und städtischen Traditionen.
Grabdenkmäler, sakrale Architektur und die Kulturlandschaft des Limousin.
Historische Bauwerke und sakrale Kunst entlang der Via Lemovicensis
Entdecke historische Bauwerke, Kirchen, Kapellen und sakrale Kunst entlang des Pilgerweges. Das Dokumentationsarchiv wächst mit jeder weiteren Veröffentlichung.
Historische Bauwerke & Sehenswürdigkeiten Folgen noch
Verbindungen zu anderen Jakobswegen
Die Via Lemovicensis bildet einen Abschnitt im größeren europäischen Wegenetz. In Vézelay schließt der von Trier kommende Pilgerweg an; in Saint-Jean-Pied-de-Port führt die Jakobswegverbindung weiter Richtung Spanien.
Häufige Fragen zur Via Lemovicensis
Wo beginnt und endet die Via Lemovicensis?
Sie beginnt in Vézelay und endet in der französischen Wegbeschreibung bei Saint-Jean-Pied-de-Port, wo es weiter Richtung Spanien geht.
Welche Varianten gibt es?
Der Weg wird über Nevers und über Bourges beschrieben. Im hier übernommenen Etappenvorschlag umfassen sie 43 beziehungsweise 39 Tagesetappen.
Wie finde ich Kirchen und historische Bauwerke entlang des Weges?
Im Dokumentationsbereich findest du in Zukunft die Einzelbeiträge zu Bauwerken und Kunstwerken. Neue Veröffentlichungen erweitern die Übersicht fortlaufend.
Was folgt auf die Via Lemovicensis?
In Saint-Jean-Pied-de-Port geht die Pilgerreise auf den Jakobswegen durch Spanien weiter, insbesondere auf dem Camino Francés.
Eine Reise durch Frankreichs Pilgergeschichte
Von den romanischen Portalen Vézelays über stille Wegkreuze bis zu den historischen Städten des Südwestens – die Via Lemovicensis zeigt die Verbindung von Landschaft, Baukunst und Pilgertradition.
Karte: uMap / OpenStreetMap. Fotografien: Torsten Kohls. Die Etappen orientieren sich an der bestehenden Wegdokumentation von The Camino History. Aktuelle Wegverläufe und Markierungen sind vor einer Pilgerreise örtlich zu überprüfen.
