Toul · Kathedrale Saint-Étienne · Sakrale Kunst

Der Altar des
Heiligen Herzens

Königliche Stiftung aus dem 18. Jahrhundert: das monumentale Marmorretabel von Richard Mique mit einem Herz-Jesu-Gemälde von Jean Girardet.

1766–1768Richard MiqueNordquerhaus · Toul
Gesamtansicht des Herz-Jesu-Altars in der Kathedrale Saint-Étienne in Toul mit Marmorretabel, Kruzifix, Gemälde und Seitenfiguren
Herz-Jesu-Altar · Kathedrale Saint-Étienne de Toul
1766–1768Errichtung des Retabels
23.01.1768Weihe nach Denkmaldatenbank
7 m × 6,56 mHöhe und Breite
1983Denkmalschutz
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01 · Einführung

Ein frühes Monument der Herz-Jesu-Verehrung

Der Altar des Heiligen Herzens in der Kathedrale Saint-Étienne in Toul gehört zu den bedeutenden Altarstiftungen des 18. Jahrhunderts in Lothringen. Das zwischen 1766 und 1768 geschaffene Retabel verbindet die Repräsentationskunst einer königlichen Stiftung mit der damals noch jungen öffentlichen Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu.

Der monumentale Aufbau aus unterschiedlichen Marmorsorten wird von einem Christusgemälde des lothringischen Malers Jean Girardet (1709–1778) beherrscht. Säulen, vergoldete Kapitelle, eine reich gegliederte Bekrönung und die später ergänzten Figuren zweier Ordensfrauen bilden eine einheitlich wirkende, historisch jedoch aus mehreren Phasen entstandene Ausstattung.

Entstehung1766–1768
Weihe23. Januar 1768
ArchitekturRichard Mique
AltargemäldeJean Girardet
Kunsthistorische Besonderheit

Der Altar wurde unter königlicher Förderung errichtet und zählt zu den frühesten monumentalen Herz-Jesu-Altären Frankreichs. Die französische Denkmaldatenbank nennt dafür eine Finanzierung von 10.000 Livres aus dem Nachlass Stanislas Leszczyńskis.

02 · Standort

Im nördlichen Querhaus der Kathedrale

Das Retabel steht im nördlichen Arm des Querhauses, an dessen Ostwand. Nach dem amtlichen französischen Denkmalinventar nimmt der Aufbau die gesamte Wandzone bis zum Laufgang im oberen Bereich ein. Damit wurde ein Seitenaltar auf ungewöhnlich monumentale Weise in den gotischen Kirchenraum eingefügt.

Die ruhige Ordnung des 18. Jahrhunderts tritt hier in ein bewusst sichtbares Verhältnis zur hoch aufragenden mittelalterlichen Architektur der Kathedrale. Das Gemälde und die Marmorflächen bilden einen geschlossenen Hintergrund für den Altar, während der Chorraum und die Querhauswände die vertikale Wirkung des Retabels verstärken.

Das Marmorretabel des Herz-Jesu-Altars mit seinen korinthischen Säulen, dem Christusgemälde und den beiden Seitenfiguren.
03 · Geschichte

Königliche Stiftung und Entstehung 1766–1768

Die Entstehung des Herz-Jesu-Altars ist eng mit Marie Leszczyńska (1703–1768), Königin von Frankreich und Gemahlin Ludwigs XV., verbunden. Sie setzte sich für die Verbreitung der Herz-Jesu-Verehrung ein. Ihr Vater Stanislas Leszczyński, der ehemalige polnische König und Herzog von Lothringen und Bar, förderte diese Andachtsform ebenfalls.

Das französische Denkmalinventar beschreibt die Stiftung als ein auf Anregung der Königin und nach dem Willen ihres Vaters errichtetes Werk. Seine Finanzierung erfolgte mit 10.000 französischen Livres aus Stanislas’ Nachlass. Ein früherer Impuls zur Errichtung des Altars wird in regionalgeschichtlicher Literatur bereits mit 1763 verbunden; die eigentliche bauliche Ausführung wird von der staatlichen Denkmalpflege auf Ende 1766 bis Anfang 1768 datiert.

1763Frühe Initiative

Regionale Darstellungen setzen die Förderung des Herz-Jesu-Altars schon in diese Zeit.

1766Baubeginn und Finanzierung

Nach dem Tod Stanislas Leszczyńskis wird die Ausstattung aus seinem Nachlass gefördert.

23. Januar 1768Weihe des Altars

Die staatliche Denkmaldatenbank nennt dieses Datum für die Konsekration des Retabels.

1873Ergänzung der Seitenfiguren

Die beiden heute sichtbaren Figuren werden nach archivischen Hinweisen später hinzugefügt.

22. Juli 1983Denkmalschutz

Der Altar und das Retabel werden als bewegliches historisches Kunstgut geschützt.

04 · Künstler und Werkstätten

Richard Mique, Lonnoy, Söntgen und Girardet

Die Architektur des Retabels geht auf Richard Mique (1728–1794) zurück. Der aus Nancy stammende Architekt arbeitete zunächst im Umfeld des lothringischen Hofes und später für den französischen Königshof. Seine Gestaltung verbindet eine repräsentative Säulenordnung mit der im 18. Jahrhundert geschätzten Klarheit und Symmetrie.

Die Ausführung der Marmorarbeiten übernahm der aus Charleville stammende Marbrier Lonnoy. An der plastischen Ausstattung wirkte der Bildhauer Johann Joseph Söntgen mit. Das zentrale Bild malte dagegen Jean Girardet (1709–1778), ein am lothringischen Hof tätiger Künstler. Diese Arbeitsteilung von Architektur, Marmorarbeit, Skulptur und Malerei ist für große Altarprojekte der Zeit charakteristisch.

Werkstattzusammenhang

Die schriftlich überlieferten Beteiligungen unterscheiden zwischen Mique als Architekt, Lonnoy als Marmorhandwerker, Söntgen als Bildhauer und Girardet als Maler.

05 · Architektur

Sieben Meter hoch: Aufbau und Material des Retabels

Die staatliche Denkmalerfassung nennt für die gesamte Anlage rund 7 Meter Höhe und 6,56 Meter Breite. Der Aufbau ist in seiner ganzen Breite mit verschiedenfarbigem Marmor verkleidet. Graue, weiß geaderte Flächen prägen die Säulen und den Hintergrund; rosafarbene und rötliche Steine setzen Akzente an Gesims, Attika und Altarzone.

Der eigentliche Altartisch besitzt eine geschwungene, an einen Sarkophag erinnernde Front. Dahinter steht der Tabernakel. Zwei freistehend wirkende korinthische Säulen rahmen das Gemälde. Vergoldete Kapitelle und plastische Schmuckformen setzen Lichtpunkte in die sonst vergleichsweise gedämpfte Marmorfarbigkeit.

Der geschwungene Giebel schließt den Aufbau nach oben ab; darüber erhebt sich eine Kreuzigungsdarstellung. Die seitlich fortgesetzten Marmorwandverkleidungen verstärken den Eindruck, dass hier nicht nur ein Altar, sondern eine vollständig komponierte Raumarchitektur entstanden ist.

Material

Das amtliche Inventar nennt verschiedene Marmorsorten sowie vergoldeten Stein. Die Marmorverkleidung erstreckt sich weit über den eigentlichen Altaraufsatz hinaus.

06 · Zentralbild

Christus zeigt sein Herz: Das Altarbild von Jean Girardet

Das große Bild von Jean Girardet stellt Christus in rotem Gewand und blauem Mantel vor einem von Wolken und Engelgestalten erfüllten Hintergrund dar. Er steht auf einer dunklen Weltkugel und weist mit den Händen auf sein flammendes, lichtumstrahltes Herz. Die Bildformel verbindet die Erscheinung Christi mit dem Gedanken einer Liebe, die der ganzen Menschheit gilt.

Die zentrale Stellung des Gemäldes macht die Herz-Jesu-Verehrung zum bestimmenden Motiv der gesamten Anlage. Die kostbare Marmorarchitektur wirkt dabei wie ein festlicher Rahmen für das Bild und lässt das Herzmotiv trotz der Größe des Retabels zum Ausgangspunkt der Betrachtung werden.

Das zentrale Herz-Jesu-Gemälde von Jean Girardet in seinem vergoldeten Rahmen.

Das Werk wurde später verändert und erneut bearbeitet. Seine heutige Erscheinung ist deshalb nicht ohne Weiteres mit dem ursprünglichen Zustand von 1768 gleichzusetzen.

07 · Bibelwort

„Ignem veni mittere in terram“: Die Inschrift

Im geschwungenen Giebelfeld ist nach der französischen Denkmaldatenbank die lateinische Inschrift „IGNEM VENI MITTERE IN TERRAM“ mit dem Verweis „L XII 49“ angebracht. Sie verweist auf Lukas 12,49, wo Christus davon spricht, Feuer auf die Erde zu bringen.

Im Zusammenhang mit dem Herz-Jesu-Altar wird dieses Feuer als Bild für die brennende Liebe Christi verstanden. Die Schrift über dem Gemälde und das von Strahlen umgebene Herz im Bild verweisen damit auf denselben theologischen Gedanken.

Inschrift

IGNEM VENI MITTERE IN TERRAM · L XII 49 – Bezug auf das Feuerwort Jesu in Lukas 12,49.

08 · Seitenfigur

Die heilige Margareta Maria Alacoque

Eine der beiden seitlichen Figuren stellt Margareta Maria Alacoque (1647–1690) dar. Die Visitandin aus Paray-le-Monial ist eng mit der Verbreitung der neuzeitlichen Herz-Jesu-Frömmigkeit verbunden. Ihren Visionserfahrungen und ihrer Förderung der Andacht kam für die Entstehung eigener Herz-Jesu-Kulte eine wesentliche Bedeutung zu.

Die Figur erscheint im Ordenshabit und mit religiösen Attributen. Sie verbindet das zentrale Christusbild mit der religiösen Bewegung, die dessen Bildprogramm im 17. und 18. Jahrhundert vorbereitet hatte. Margareta Maria wurde 1864 selig- und 1920 heiliggesprochen.

Die heilige Margareta Maria Alacoque, seitlich am Herz-Jesu-Altar dargestellt.

Die auf dem Foto sichtbare Figur ist jedoch keine erhaltene Skulptur aus der Entstehungszeit des Altars. Sie gehört zu einer im 19. Jahrhundert vorgenommenen Ergänzung des Retabels.

09 · Seitenfigur

Louise de France – eine Ordensfrau aus der Königsfamilie

Die andere Seitenfigur wird in der staatlichen französischen Denkmaldatenbank als Louise de France (1737–1787) bezeichnet. Sie war eine Tochter Ludwigs XV. und der Königin Marie Leszczyńska – also ein Mitglied jener Familie, die die Herz-Jesu-Verehrung in Frankreich nachdrücklich förderte.

Louise trat 1770 in den Karmel von Saint-Denis ein und führte den Ordensnamen Thérèse de Saint-Augustin. Im Jahr 1873 wurde sie als „ehrwürdig“ anerkannt. Ihre Darstellung am Herz-Jesu-Altar knüpft damit zugleich an die königliche Stiftung und die spätere Geschichte der katholischen Andacht an.

Die im Denkmalinventar als Louise de France bezeichnete Seitenfigur am Herz-Jesu-Altar.

Die beiden Seitenfiguren verbinden das Retabel mit zwei unterschiedlichen Traditionslinien: Margareta Maria steht für die Verbreitung der Herz-Jesu-Andacht; Louise de France verweist auf die Frömmigkeit und Förderung aus dem Umfeld der französischen Königsfamilie.

10 · Ausstattungsgeschichte

Die Seitenfiguren als Ergänzungen von 1873

Eine historische Fotodokumentation des regionalen Bildarchivs IMAGE’EST weist darauf hin, dass die beiden Figuren erst 1873 am Altar ergänzt wurden. Das ist für die kunsthistorische Datierung wichtig: Der Entwurf von 1766–1768 und die heute sichtbare Gestalt des Retabels sind nicht in allen Details identisch.

Auch weitere dekorative Elemente an der Bekrönung werden in der staatlichen Bestandsaufnahme mit späteren Ergänzungen in Verbindung gebracht. Ein historischer Altar ist deshalb nicht nur als einmaliges Werk seines Entstehungsjahres zu lesen, sondern als ein Objekt, an dem sich über Generationen hinweg religiöse und ästhetische Vorstellungen abbilden.

1766–1768

Errichtung des architektonischen Marmorretabels mit Christusgemälde.

1873

Ergänzung der beiden seitlichen Ordensfrauenfiguren.

11 · Liturgie

Ein Seitenaltar mit eigenem Tabernakel

Der Aufbau besitzt unterhalb des Gemäldes einen Tabernakel. Die französische Denkmaldatenbank hebt diesen Umstand als liturgische Besonderheit hervor, weil das Allerheiligste in der Kathedrale bereits am Hochaltar aufbewahrt wurde.

Damit erhielt der Herz-Jesu-Altar eine besondere Stellung innerhalb des Gotteshauses. Die räumliche Verbindung von Christusgemälde, Tabernakel und Altarhandlung machte die Herz-Jesu-Frömmigkeit nicht nur für private Andacht sichtbar, sondern verankerte sie auch im liturgischen Raum der Kathedrale.

12 · Glaubensgeschichte

Die Herz-Jesu-Verehrung in Lothringen

Die Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu verbreitete sich in Lothringen seit dem ausgehenden 17. Jahrhundert besonders durch die Visitandinnen. Im 18. Jahrhundert förderten sie unter anderem Mitglieder des lothringischen Herrscherhauses. Auch der Toulouser Bischof Claude Drouas de Boussey (1754–1773) stand der Andacht nahe.

Das Retabel von Toul entstand in einer Phase, in der diese Frömmigkeit in kirchlichen Räumen zunehmend sichtbar wurde. Es gehört zusammen mit dem später geweihten Herz-Jesu-Altar in der Kapelle von Versailles zu den frühesten bedeutenden Ausstattungen dieser Art in Frankreich.

Das Bildprogramm lässt sich zugleich als Ausdruck einer überregionalen Entwicklung lesen: Impulse aus Paray-le-Monial gelangten über Ordensgemeinschaften und den Hof bis in die großen Kirchen Lothringens.

13 · Restaurierungsgeschichte

Die Überarbeitung des Herz-Jesu-Gemäldes

Eine lokalhistorische Untersuchung in den Études Touloises berichtet, dass nach dem Tod des Bischofs Drouas im Jahr 1773 das Herzmotiv im Gemälde im Zuge religiöser Auseinandersetzungen entfernt oder übermalt worden sei. Die Darstellung wurde demnach im 19. Jahrhundert von einem Zeichenlehrer namens Goblet beziehungsweise Gobelet wiederhergestellt.

Dieser Vorgang ist ein Zeugnis dafür, dass religiöse Kunstwerke selbst Gegenstand theologischer Konflikte werden konnten. Er zeigt zugleich, dass das heute sichtbare Christusbild nicht nur die barocke Malerei Jean Girardets, sondern auch spätere Eingriffe in die Bildoberfläche überliefert.

Quellenlage

Die Angaben zur Veränderung des Herzmotivs und seiner Wiederherstellung beruhen auf der veröffentlichten lokalhistorischen Untersuchung und sind von den gesicherten Auftrags- und Weihedaten zu unterscheiden.

14 · Denkmalgeschichte

Denkmalschutz und dokumentierte Erhaltung

Der Herz-Jesu-Altar steht als historisches Ausstattungsstück unter französischem Denkmalschutz. In der Base Palissy ist er unter der Nummer PM54000886 verzeichnet; die Klassifizierung als bewegliches historisches Kunstgut erfolgte am 22. Juli 1983. Das zentrale Gemälde wurde bereits am 5. Dezember 1908 gesondert unter Schutz gestellt.

Das amtliche Inventar dokumentiert Architektur, Material, Maße, Inschrift, Künstler und den späteren Skulpturenschmuck. Ergänzend bewahren historische Fotografien der Region den Wandel des Ensembles und ermöglichen den Vergleich unterschiedlicher Ausstattungszustände.

InventarnummerPM54000886
Schutz des Retabels22. Juli 1983
Maßeca. 700 × 656 cm
GemäldeSchutzvermerk vom 5. Dezember 1908
15 · Ikonographie

Christus, Herz, Feuer und königliche Frömmigkeit

Das Herz-Jesu-Retabel verbindet mehrere Bedeutungsschichten. Das flammende Herz Christi steht für göttliche Liebe und Hingabe; die Inschrift aus dem Lukasevangelium greift das Motiv des Feuers auf. Der Tabernakel deutet auf den eucharistischen Zusammenhang, während Margareta Maria Alacoque die Entstehungsgeschichte der neuzeitlichen Herz-Jesu-Verehrung verkörpert.

Mit Louise de France tritt eine weitere Dimension hinzu: Die Figur erinnert an den religiösen Bezug der königlichen Familie, zu der bereits die Stifterin Marie Leszczyńska gehörte. Das Werk ist dadurch zugleich Andachtsbild, liturgische Ausstattung und Zeugnis dynastischer Kunstförderung.

Das Zusammenspiel von klassisch geordneter Marmorarchitektur und barock bewegtem Christusbild zeichnet ein Kunstwerk am Übergang unterschiedlicher Stiltraditionen des 18. Jahrhunderts aus. Gerade die späteren Ergänzungen machen seine fortgesetzte Verehrungsgeschichte ablesbar.

16 · Vor Ort

Standort und Besichtigung

Der Altar befindet sich an der Ostwand des nördlichen Querhauses der Kathedrale Saint-Étienne in Toul. Seine volle Höhe und die seitlich fortgesetzten Marmorflächen erschließen sich vor allem aus etwas größerem Abstand. Aus der Nähe werden dagegen das Gemälde, die marmorierte Altarzone und die später angebrachten Statuen deutlich.

Die Gesamtdokumentation der Kathedrale Saint-Étienne behandelt die Architektur und weitere Kunstwerke der Kirche.

17 · Kontext

Weitere Dokumentationen

Die folgenden Dokumentationen erschließen andere Altäre derselben Kathedrale und den größeren Zusammenhang sakraler Kunst:

18 · FAQ

Häufige Fragen zum Herz-Jesu-Altar

Wann wurde der Herz-Jesu-Altar in Toul errichtet?

Der Altar entstand zwischen 1766 und Anfang 1768. Nach dem amtlichen Denkmaleintrag wurde er am 23. Januar 1768 geweiht.

Wer finanzierte den Altar?

Die Stiftung wurde von Königin Marie Leszczyńska angeregt und mit 10.000 Livres aus dem Nachlass ihres Vaters Stanislas Leszczyński finanziert.

Welche Künstler waren beteiligt?

Der Entwurf stammt von Richard Mique; die Marmorarbeiten übernahm Lonnoy. Johann Joseph Söntgen war an der skulpturalen Ausstattung beteiligt, und Jean Girardet schuf das zentrale Gemälde.

Welche beiden Frauenfiguren flankieren den Altar?

Das französische Denkmalinventar nennt Margareta Maria Alacoque und Louise de France. Die Figuren wurden 1873 ergänzt.

Welche Inschrift trägt der Altar?

Im Giebel befindet sich nach dem amtlichen Inventar „IGNEM VENI MITTERE IN TERRAM“ mit dem Verweis auf Lukas 12,49.

Wo steht der Herz-Jesu-Altar?

Er befindet sich im nördlichen Querhaus der Kathedrale Saint-Étienne in Toul an der Ostwand.

19 · Literatur

Quellen und Nachweise

Die Angaben zu Entstehung, Kunsthandwerk, Altararchitektur und Ikonographie beruhen insbesondere auf der französischen staatlichen Denkmaldatenbank und der regionalen Forschungs- und Bilddokumentation.

Fotografische Dokumentation: The Camino History, Aufnahme vom Mai 2025.

Sakrale Kunst und lothringische Geschichte

Weitere Altäre der Kathedrale Saint-Étienne sind in der Historischen Altargalerie dokumentiert.

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